Hier ist noch alles möglich

Eine junge Frau wird als Nachtwächterin in einer Verpackungsfabrik engagiert. Ein Wolf soll in das Gelände eingedrungen sein. Abend für Abend macht sie ihren Rundgang, kontrolliert die Zäune. Mit der Fabrik, die von der Schliessung steht, und dem wenigen verbleibenden Personal schafft Gianna Molinari eine faszinierend-verstörende Welt, in der der Wolf zum Phantom wird und weiter

Die Überwindung der Schwerkraft

Die Beziehung zweier Brüder steht im Zentrum des dritten Romans von Heinz Helle. Virtuos verknüpft der Autor eine Spurensuche mit den grossen Fragen des Lebens. Eine Nacht lang ziehen die Brüder von Kneipe zu Kneipe. Vor allem der Ältere trinkt an gegen das Elend der Welt, die von Krieg und Gewalt bestimmt ist. Aber er weiter

Die Hochhausspringerin

In ihrem Debüt inszeniert Julia von Lucadou einen packenden Drahtseilakt zwischen totalitärer Überwachung und Freiheitsdrang. Riva, die Protagonistin, ist eine Vorzeigeathletin einer neuen Welt und Millionen halten den Atem an, wenn sie zum Sprung ansetzt. Dann hört Riva von einem Tag auf den anderen auf und verweigert den jubelnden Massen ihre Präsenz. Hier kommt Hitomi weiter

Die sanfte Gleichgültigkeit der Welt

Wie wäre es, das eigene Leben nochmals leben zu können? Wie viel Freiheit haben wir, das eigene Leben zu gestalten? Peter Stamm erzählt in seinem neuen Roman von Christoph, der in Stockholm auf die viel jüngere Lena trifft. Sie sieht der Frau gespenstisch ähnlich, die er vor zwanzig Jahren geliebt hat. Er kennt das Leben, weiter

Gianna Molinari

Gianna Molinari wurde 1988 in Basel geboren und lebt in Zürich. Sie studierte Literarisches Schreiben am Schweizerischen Literaturinstitut Biel und danach Neuere Deutsche Literatur an der Universität Lausanne. «Hier ist noch alles möglich» ist ihr Debüt.

Julia von Lucadou

Julia von Lucadou wurde 1982 in Heidelberg geboren und ist promovierte Filmwissenschaftlerin. Sie arbeitete als Regieassistentin, Redakteurin beim Fernsehen und als Simulationspatientin; sie lebt in Lausanne, New York und Köln. «Die Hochhauspringerin» ist ihr erster Roman.

Das Eidechsenkind

Offiziell darf es das Kind nicht geben. Im «Gastland» muss es sich verstecken: unter der Kredenz, im Schrank, in der Abstellkammer, während der Vater auf dem Bau und die Mutter in der Fabrik arbeitet. Im italienischen Ripa hingegen, bei der Nonna Assunta, rennt und spielt der Junge wie alle Kinder. Aus der Sicht eines Kindes weiter

Vincenzo Todisco

Vincenzo Todisco, 1964 als Sohn italienischer Einwanderer in Stans geboren, studierte Romanistik in Zürich und lebt heute als Autor und Dozent in Rhäzüns. Seine bisherigen Romane schrieb er auf Italienisch. «Das Eidechsenkind» ist seine erste Buchveröffentlichung auf Deutsch.

Stellungnahme zur AdS Resolution

Der Verband Autorinnen und Autoren der Schweiz (AdS) fordert in einer heute veröffentlichten Resolution Veränderungen bei der Organisation des Schweizer Buchpreises. Die Träger des Schweizer Buchpreises (SBP) bedauern das Vorgehen des AdS und halten ihr Gesprächsangebot weiter aufrecht. MM Stellungnahme zur AdS Resolution

Bestseller Woche 46, 2017

Ermittelt im Auftrag des Schweizer Buchhändler- und Verleger-Verbands SBVV Kraft auf Platz 3 der Schweizer Bestenliste

Wir gratulieren herzlich!

Der Verein LiteraturBasel und der SBVV freuen sich mit Jonas Lüscher über den Gewinn des Schweizer Buchpreises 2017.

Halt auf Verlangen. Ein Fahrtenbuch.

«Siebzehn Stationen von Kronenstrasse bis Balgrist, laut Fahrplan siebenundzwanzig Minuten Fahrt» – auf dem täglichen Weg in die Klinik versucht Urs Faes aufzuschreiben, was ihm geschieht: die Müdigkeit nach der Bestrahlung, die Erinnerung an seine Kindheit, die Angst. «Halt auf Verlangen» ist das bisher wohl intimste Buch von Urs Faes, eine fragmentarische Autobiografie in der weiter

Julia Weber

Geboren 1983, studierte nach einer Berufslehre am Schweizerischen Literaturinstitut in Biel. Sie hat den «Literaturdienst» gegründet und ist Mitinitiantin der Kunstaktionsgruppe «Literatur für das, was passiert». «Immer ist alles schön» ist ihr Debüt.

Das kürzere Leben des Klaus Halm

Ein arbeitsloser Filmvorführer verlässt seine Wohnung in Basel nur noch selten. Eines Tages fällt ihm im Tram ein Mann ins Auge, den er verfolgt und minutiös beobachtet: Klaus Halm. Dieser wirkt wie sein exaktes Gegenbild und hat scheinbar alles, was dem Erzähler fehlt: Frau und Kind, Erfolg und Anerkennung. Überraschend und gekonnt verschränkt Lukas Holliger weiter

Lukas Holliger

Geboren 1971, ist Dramatiker und Hörspielautor. Seine Bühnentexte wurden mehrfach ausgezeichnet und ins Polnische und Griechische übersetzt. 2015 erschien sein Prosadebüt «Glas im Bauch».

Knochenlieder

«Knochenlieder» erzählt die Geschichte von vier Aussteigerfamilien: zunächst von deren Leben in einer kommunenartigen, abgeschotteten Siedlung mit eigenen Regeln und vielen Geheimnissen, danach – rund 20 Jahre später – in einer Stadt mit totaler Überwachung und Stacheldraht-Zäunen. Martina Clavadetscher beschreibt mal mit Märchenmotiven, mal mit Hacker- Vokabular eine Welt im Ausnahmezustand. In einer knappen, bildstarken weiter

Martina Clavadetscher

Geboren 1979, studierte Germanistik, Linguistik und Philosophie an der Universität Fribourg. Seit 2009 arbeitet sie als Autorin und Dramatikerin sowie als Radiokolumnistin. Für ihre Theaterstücke wurde sie mehrfach ausgezeichnet.

Immer ist alles schön

Die Mutter sagt, das Leben sei eine Wucht, und dass sie gerne noch ein Glas Wein hätte, denn es sei nicht einfach, so ein Leben zu leben. Sie braucht den Alkohol, um ihre Traurigkeit zu betäuben. Ihre Kinder Anais und Bruno versuchen, sich und die Mutter vor der Aussenwelt zu schützen. Einmal gesteht die Mutter: weiter